Robert Altman’s Last Radio Show

Eine beschwingte Leichtigkeit zieht sich durch den Film. Robert Altman hat mit ‘The last Radio Show (im englischen ‘A Prairie Home Companion‘) ein wirkliches Meisterwerk hingelegt. Eine gute Mischung aus Humor und Wehmut machen diesen Film sehenswert.
Die beliebte Live-Radiosendung ‘A Prairie home Companion’ wurde von einem Konzern aufgekauft und soll nun abgesetzt werden. Eine letzte Show soll aber noch aufgeführt werden. Die alternden Stars sind noch mal zusammengekommen um miteinander Musik zu machen und die Menschen am Radioapparat zu unterhalten. Dies hört sich nun recht melodramatisch an. Doch weit gefehlt. Es ist ein heiterer, leichter Film über Abschiede und Neuanfänge geworden. Der Tod darf in dieser Konstellation natürlich nicht fehlen. Diesmal zeigt er (oder besser sie) sich von seiner schönen, aber leicht verklärten Seite.
Vor allem die Anfangs- und die Endsequenz erinnerten mich stark an ein Gemälde von Edward Hopper. Das hört sich jetzt stark nach einer abgedroschen Phrase an. Doch einige Filme haben sich vom optischen her, an dem amerikanischen Maler orientiert. Die Weite und die Melancholie Amerikas kommen in den Bildern Hoppers ganz gut zum Ausdruck. Robert Altman versucht ein Bild einer Zeit zu zeichnen, die es nicht mehr gibt und die wohl nicht mehr wiederkommt.
Leider konnte ich diesen Film nur in der deutschen Übersetzung sehen. Der saloppe Wortwitz blieb zwar erhalten, aber das was die englische Sprache ausmacht, die Feinheiten gingen verloren. Dies läßt sich bei einem synchronisierten Film nicht vermeiden. Was mich viel mehr gestört hat, war das die Übersetzungen schlecht gemacht wurden. Die Tonspur hing immer ein wenig den Lippenbewegungen hinterher. Auf die Dauer nervte das ein bißchen.
Nun warte ich darauf, das ‘A Prairie Home Companion’ als DVD erscheint. Dann werde ich in die Videothek meines Vertrauens gehen und mir diesen Film ausleihen, um mich an der Originalversion zu erfreuen.

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