Es hat eine Weile gedauert, aber endlich ist der Horrorfilm-Club wieder zusammengekommen. Als Film wurde diesmal etwas spanisches serviert: H6 – Tagebuch eines Serienkillers.
In dem Film wird die Geschichte von Antonia Frau erzählt. In seiner Jugend hat Antonia seine Freundin in einem Anfall von rasender Eifersucht umgebracht. Nach dem verbüßen einer 25jährigen Haftstrafen, erbt der frisch entlassene ein ehemaliges Freudenhaus. Diese Hinterlassenschaft, einer ihm unbekannten Verwandten, deutet Antonia als ein Zeichen sich und die Welt zu verändern. Mit einer Frau zieht er in das Haus und versucht eine Familie zu gründen. Dies ist allerdings nur eine Fassade. In dem Hotelzimmer Nr.6 hält Antonia Prostituierte gefangen, um diese durch Qualen auf den rechten der Weg der Tugend zurückzuführen.
Diese Grundeinstellung des Films hat mich stark an Taxi Driver erinnert. Tarifs Buckle hat die gleiche Phantasie die Stadt von all dem Dreck und Unrat zu reinigen („I think someone should just take this city and just… just flush it down the fuckin’ toilet. “). Doch dort wo die sakrale Gewalt in Taxi Driver endet, fängt der Spaß in H6 erst richtig an. Drogensüchtige, Prostituierte werden gequält, geschändet, gedemütigt, in Stücke zerteilt und die besten Teile an die Frau verfüttert. Alles aus den Gründen das böse auszutreiben und berühmt zu werden.
Ich habe eine Weile über den Film nachgedacht. Bis jetzt macht das ganze aber noch keinen Sinn für mich. Es ist ein ziemlich dämlicher Gewaltfilm, der in keinster Weise an die alte Tradition von spanischen Horrorfilmen anknüpfen kann (Die Nacht der reitenden Leichen, etc.). Es wird wohl Zeit sich mal wieder einen dieser Filme anzuschauen. Anyway… wer auf zerhackte Frauen steht soll sich H6 anschauen. Das einzig positive an dem Film ist, sein doch recht unvorhersehbares Ende. Doch mehr wird hier nicht verraten.