Conan the Librarian
30. Oktober 2007
Die Aufbereitung von Klassikern am Theater ist keine leichte Aufgabe. Die alten Texte von immer neuen Blickwinkeln aus zu betrachten, gehört zu den anspruchsvolleren Theater- oder Regieaufgaben. Dabei soll nicht nur alter Wein in neue Schläuche gefüllt werden. Immer wieder stellen sich Regisseure dieser Prüfung. So auch Michael Thalheimer mit seiner Inszenierung des Stücks ‘Emilia Galotti‘, das zur Zeit am Deutschen Theater zu sehen ist. Den Rest des Beitrags lesen »
Der durchschnittliche US-Amerikaner scheint nicht sonderlich an ausgiebigen Auslandsreisen interessiert zu sein. Laut US-Statistik besitzen ‘nur’ 15 Prozent der Amerikaner einen Reisepass. Diese Zahlen sind auf den ersten Blick nicht sonderlich interessant, korrelieren aber mit dem Phänomen, dass in immer mehr amerikanischen Filmproduktionen (Hostel, Hostel 2, Turistas) das Ausland als Bedrohung dargestellt wird. Den Rest des Beitrags lesen »
Ich schreibe zur Zeit an mehreren Artikeln gleichzeitig. Aus diesem Grund gab es hier länger nichts mehr zu lesen. Bitte habt noch ein wenig Geduld. Diese Dinge sind zur Zeit in Arbeit:
Gedanken zum Film ‘Turistas’
‘Die Leiden des jungen Werther’ / Maxim Gorki Theater
Emilia Galotti / Deutsches Theater
Die Darstellung der Gewalt in dem Film ‘Funny Games’
Zur Entschädigung zeige ich Euch ein paar Clips die ich bei Youtube gefunden habe. An der Schaubühne Berlin hat der Regisseur Luc Perceval das Stück ‘Molière‘ inszeniert. Die Textvorlage stammt von Feridun Zaimoglu, Günter Senkel und Luk Perceval.
Am Sonntag werde ich mich persönlich von der Güte dieser Produktion überzeugen können. Ich freue mich schon sehr auf diesen fünfstündigen Marathon.
Bei ‘Zabriski Point’ handelt es sich um einen Film, dessen Regisseur versucht hat, dem Zuschauer die Vereinigten Staaten von Amerika aus seiner Sicht zu erklären. Es gibt noch mehr Beispiele für europäische Filmemacher, die sich an der weiten Thematik USA abgearbeitet haben. Dies geschieht oft auf einer bewußt sehr unausgewogenen Weise. Lars von Trier z.B. hat vor dem Arbeitsbeginn seiner Amerika Trilogie selber nie das Land-der-unbegrenzten-Möglichkeiten besucht. Ähnlich verhält es sich bei Michelangelo Antonioni. Zwar hat er das Land selber besucht, jedoch ist von der ersten Filmminuten sein linker Betrachtungswinkel klar. Durch diese gewählte Rolle, ist der Film sehr stark durch den Blick eines Außenseiters geprägt. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Welt des Theaters ist oftmals ein eigenständiger, komplett auf sich selbst bezogener Ort. Abend für Abend werden Türen zu den verschiedensten Paralleluniversen aufgestoßen, in denen die Zuschauer Zeugen der unterschiedlichsten Geschehnisse werden. Der Moment der Aufführung mag noch so intensiv sein – spätestens wenn die Menschen ihre Mäntel von der Garderobe holen, gewinnt die reale Welt wieder die Oberhand, die Traumwelten verblassen. Es scheint eine unsichtbare Barriere, eine Art Unverträglichkeit zwischen Imagination und Realität zu geben. Nur wenige Aufführungen können diese Wand mit ihrer Kraft und Intensität zerschlagen. Diesen Durchbruch hat bei mir das Stück ‘Tommy‘ geschafft, das am Dienstag seine Premiere an der Schaubühne Berlin feierte. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Wege des Herrn sind unergründlich. Auf diese Weise bin ich in den Besitz der neuesten Folge unserer Detektiv-Freunde ‘Die Dr3i’ gekommen. Auf Grund von Vetragsstreitigkeiten ist der Veröffentlichungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben worden. So freut es mich besonders, hier meine Eindrücke zu der neuesten Episode ‘Der kopflose Reiter‘ abgeben zu können. Den Rest des Beitrags lesen »