Der Hund, die Nacht und das Messer

Für nichts gibt es einen Grund; kein Handeln hat eine Konsequenz. Die Fragen nach dem woher und dem wohin sind bedeutungslos. Es gibt nur den Augenblick.
In düsteren Bildern wird eine kafkaeske Welt präsentiert. Es kommt nicht darauf an eine Geschichte zu erzählen, sondern vielmehr durch eine geschickt konstruierte Atmosphäre Gefühle der Angst und Beklemmung zu erzeugen. Traumhafte Sequenzen reihen sich aneinander. Dabei kommt es immer wieder zu Brüchen, die kaum merklich sind, aber zu tiefen Irritationen führen. Eine leichte Szenerie wird plötzlich alptraumhaft schwer; die subtile Angst weicht bluttriefendem Horror. Selten wurde ein Atmosphäre so gekonnt aufgebaut – von einem nervösen Gekicher im Zuschauerraum bis hin zu einer mit den Händen greifbaren Spannung, die ihren Höhepunkt in einer effektvollen Ohnmacht in der ersten Reihe findet.
Ein Theaterstück das in gekonnt inszenierten Bühnen- und Sprachbildern eine Atmosphäre der Beklemmung und Verstörung erzeugt. Es wird keine Geschichte erzählt. Vielmehr wird der Zuschauer auf eine Reise durch eine Geisterbahn geschickt, die ihre Wirkung nicht verfehlt.

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