Im warmen Schoß der Bahn

Eigentlich wollte ich Euch noch gestern Abend, sozusagen brühwarm, von meinen gestrigen Erlebnissen berichten. Doch ich war einfach zu geschafft. Eine wahre Odyssee mit dem allseits bekannten Berliner Nahverkehrssystem lag hinter mir! Das die Waggons überfüllt, die Züge verspätet und die Mitarbeiter eher unfreundlich sind, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Doch meine Fahrt zur Arbeit hatte schon eine ganz eigene Qualität. Die Züge waren so überfüllt, dass von den Bahnhöfen nicht alle Wartenden mitgenommen werden konnten. Die rüde Anweisung des Bahnhofspersonals bekam da eine sehr bittere Note: „Zurückbleiben“. Blöd nur das Bahnsteig noch voll mit Leuten war, die eigentlich auch noch mitfahren wollten. Das „Bitte“ wurde dann nur verzögert nachgeschoben, um zumindest den niedrigsten Höflichkeitsstandard nicht zu unterbieten. Ich für meinen Teil hatte einen Platz im Zug ergattert, an der Sonne lag dieser aber nicht! Warm genug dafür wäre es aber gewesen. Vielmehr verbrachte ich die kommenden 20 Minuten in der vollgeschwitzten Kuhle zwischen zwei Büsten. Jeder der dies schon einmal erlebt hat weiß, wie Torpedobrüste drücken können. Heute habe ich Rückenschmerzen…

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