Krieg der Vögel

20. Juli 2008

Die Trauer ist so stark, so intensiv, so mächtig, meine Kräfte reichen nicht aus, um mich auf den Beinen zu halten. Schwankend, taumelnd stehe ich da. Vor mir liegen die sterblichen Überreste meines Sohnes, der auf einen Scheiterhaufen gebettet wurde. In meiner Hand halte ich die Fackel, mit der ich das Reisig entzünden werde. Durch das Feuer werde ich meinen Jungen auf die Reise ins Jenseits schicken. Die trockenen Blätter und Äste brennen gut. Die Flammen schlagen hoch in den Abendhimmel, dunkle Schatten tanzen um mich herum. Plötzlich steigt ein schwarzer Vogel aus der Glut hervor, der sofort im Dunkel der Nacht verschwindet. Noch einer entspringt dem Feuer, noch einer und noch einer. Es werden immer mehr, immer mehr, immer mehr. In zwei Gruppen sammeln sie sich am Himmel. Auf ein unbekanntes Zeichen stürzen die beiden Haufen aufeinander zu, verkeilen sich ineinander, beginnen einen Kampf bis aufs Blut. Ein Krieg der Vögel wird vor meinen Augen aufgeführt. Mal scheint die eine Gruppe den Sieg davon zu tragen, dann ist wieder die andere Gruppe vorn. Aus Sekunden werden Minuten, aus Minuten Stunden in denen die Vögel ihren Kampf austragen. Ich setze mich in den Sand, um dem Schauspiel besser folgen zu können. Die ewig gleichen, monotonen Bewegungen lassen mich müde werden. Immer öfter schließe ich meine Augen bis ich sie nicht mehr offen halten kann. Eine traumlose Dunkelheit umhüllt mich. Zum Morgengrauen erwache ich. Die Vögel sind fort, mein Sohn auch. Auf ihren Schwingen haben sie ihn mitgenommen. Meine Trauer ist mir geblieben, doch meine Stärke habe ich zurückgewonnen. Langsam stehe ich auf und gehe in einen neuen Tag.


Regenwald

19. Juli 2008

Für einen Moment scheint die Welt aus den Fugen zu geraten. Der Boden schwankt, bewegt sich unter meinen Füßen, die keinen festen Halt mehr finden wollen. Der ehemals trockene Grund wird zu einer feuchten, glitschigen Falle. Alles ist in Bewegung. Die Blätter, die Äste, die ganzen Bäume, schwanken, bäumen sich auf unter der Regenlast, die vom Himmel fällt. Riesige Tropfen schlagen auf die Blätter, rinnen in dicken Strahlen auf den Boden, um sich dort in riesigen Pfützen zu vereinen. Unterschlupf finde ich hier keinen. Der Natur ausgesetzt hocke ich mich auf den Boden, lasse den Regen über mein Gesicht gleiten, wie eine riesige Hand, die mich sanft streichelt.

Die Wolken sind über den Wald hinweggezogen. Der Schauer lässt nicht nach, er hört einfach auf. Das Wasser von den Blättern tropft erst stark, dann langsam auf den Boden. In den durch die Baumkronen fallenden Sonnenstrahlen, zieht leichter Nebel dahin. Ein Geruch von Sauberkeit, pure Reinheit, steigt auf. Durch das Unterholz sehe ich ein Reh, das mich scheu betrachtet. Nichts ist hier aus den Fugen, dies hier ist das Universum, in seiner kleinsten Form.


Musiker in S-Bahn

8. Juli 2008

Schwüler Abend in Berlin. Ein Sommergewitter liegt in der Luft. Am Himmel sind schon dunkle Wolken aufgezogen. Am S-Bahnhof Gesundbrunnen steige ich in einen Zug, der vollkommen überheizt ist. Ich setze mich und packe meinen iPod aus. Mit Musik lässt sich eine Menge aushalten. Einfach Punk auf die Ohren dröhnen, gut ist. Doch leider habe ich von meiner Musik nicht viel. An der nächsten Station betritt ein Mann das Abteil, grauer Anzug, Cowboyhut auf dem Kopf. Natürlich setzt er sich mir gegenüber. Na ja egal, was soll schon passieren? Da holt mein Gegenüber unter seinem Jackett eine Panflöte hervor und beginnt melancholisch darauf herumzupfeifen. Das geht ungefähr zwei Stationen so. Dann tippt mir der Mann aufs Knie. Es kommt zu folgendem Dialog: Den Rest des Beitrags lesen »


Dirty Old Egg-Suckin’ Dog

14. April 2008

Manchmal wenn ich über die Boulevards unserer Burlesken Hauptstadt flaniere, ertappe ich mich manchmal, beim Anblick eines von seinem Besitzer verhätschelten Vierbeiners, bei dem Gedanken doch auch ein Hund sein zu wollen. Wie schön wäre mein Leben. Ich würde den ganzen Tag schlafen, fressen und gelegentlich fi…, ich meinte mich fortpflanzen. Bis Samstag Vormittag hat mir diese Vorstellung wirklich gut gefallen. Doch dann ist mein Traumflugzeug in den Bergen der Realität jäh abgestürzt. Ich, der Pilot habe zwar überlebt, bin nun aber schwer traumatisiert. Den Rest des Beitrags lesen »


Kitschige Urlaubsmitbringsel 2

13. Oktober 2007

Fun Shirt

 

Fun Shirt


Das neueste Mitglied der Familie

8. Oktober 2007

Herlich Willkommen Maggie!

Maggy


Kitschige Urlaubsmitbringsel 1

6. Oktober 2007

Das Brustwarzenschnapsglas

 

Brustwarzenschnapsglas


Ein paar Frauen, der blaue Delphin & Ich

8. September 2007

Letzte Woche hat sich eine Begegnung zugetragen, die mir seitdem nicht mehr aus dem Sinn geht. Der dortige Anblick hat sich tief in mein Gedächtnis gebrannt. Der einzige Weg diese Bilder aus meinem Kopf zu bekommen, ist darüber schreiben. Dafür sollte ich aber von vorn beginnen… Den Rest des Beitrags lesen »


Mein Vormittag in Las Vegas

6. September 2007

Ich höre gerade die Hörbuch-Version von ‘Fear And Loathing In Las Vegas’, trinke extra starken Kaffee und sitze untätig an meinem Schreibtisch. Dabei fühle ich mich großartig. Vielleicht komme ich später noch ein wenig zum arbeiten. Vielleicht…


Wasserstandsmeldung

13. August 2007

An diesem Skizzenpapier arbeite ich seit gestern Nachmittag. Also die Arbeit geht voran…

Skizzenpapier