Der Hund, die Nacht und das Messer
13. Juli 2008Für nichts gibt es einen Grund; kein Handeln hat eine Konsequenz. Die Fragen nach dem woher und dem wohin sind bedeutungslos. Es gibt nur den Augenblick. Den Rest des Beitrags lesen »
Für nichts gibt es einen Grund; kein Handeln hat eine Konsequenz. Die Fragen nach dem woher und dem wohin sind bedeutungslos. Es gibt nur den Augenblick. Den Rest des Beitrags lesen »
Der Kampf der Griechen und der Amazonen ist nicht nur ein Kampf der Geschlechter, sondern vielmehr ein Konflikt der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme. Matriarchat vs. Patriarchat. Die Frauen haben sich der Männer entledigt; sie jagen allein, sie leben allein, sie lieben allein. Nur für die sexuelle Reproduktion sind die Männer noch vonnöten Doch kein Sirenengesang soll die Männer in ihr Verderben locken. Die pure Gewalt soll den Nachwuchs sichern. Nur die Frau, die einen Mann im Kampf besiegt, darf sich von ihm schwängern lassen. In einer Welt in der jegliche Sexualität mit einer solchen Brutalität aufgeladen ist, hat ein zärtliches Liebeswerben keinen Platz. Diese ekstatische Verrohung führt zu einem Kontrollverlust. Küsse und Bisse lassen sich nicht mehr unterscheiden, bzw. das eine führt direkt zum anderen. Sich den Leib des gegenüber anzueignen ist nicht mehr nur metaphorisch gemeint, sondern wird zu einer kannibalischsten Realität.
Ich schreibe zur Zeit an mehreren Artikeln gleichzeitig. Aus diesem Grund gab es hier länger nichts mehr zu lesen. Bitte habt noch ein wenig Geduld. Diese Dinge sind zur Zeit in Arbeit:
Gedanken zum Film ‘Turistas’
‘Die Leiden des jungen Werther’ / Maxim Gorki Theater
Emilia Galotti / Deutsches Theater
Die Darstellung der Gewalt in dem Film ‘Funny Games’
Zur Entschädigung zeige ich Euch ein paar Clips die ich bei Youtube gefunden habe. An der Schaubühne Berlin hat der Regisseur Luc Perceval das Stück ‘Molière‘ inszeniert. Die Textvorlage stammt von Feridun Zaimoglu, Günter Senkel und Luk Perceval.
Am Sonntag werde ich mich persönlich von der Güte dieser Produktion überzeugen können. Ich freue mich schon sehr auf diesen fünfstündigen Marathon.
Die Welt des Theaters ist oftmals ein eigenständiger, komplett auf sich selbst bezogener Ort. Abend für Abend werden Türen zu den verschiedensten Paralleluniversen aufgestoßen, in denen die Zuschauer Zeugen der unterschiedlichsten Geschehnisse werden. Der Moment der Aufführung mag noch so intensiv sein – spätestens wenn die Menschen ihre Mäntel von der Garderobe holen, gewinnt die reale Welt wieder die Oberhand, die Traumwelten verblassen. Es scheint eine unsichtbare Barriere, eine Art Unverträglichkeit zwischen Imagination und Realität zu geben. Nur wenige Aufführungen können diese Wand mit ihrer Kraft und Intensität zerschlagen. Diesen Durchbruch hat bei mir das Stück ‘Tommy‘ geschafft, das am Dienstag seine Premiere an der Schaubühne Berlin feierte. Den Rest des Beitrags lesen »
Das Theaterstück ‘Stoning Mary‘ wird derzeit an der Schaubühne aufgeführt. Drei Geschichten, die sich um Themen wie Aids, Kindersoldaten und der Todesstrafe Steinigung drehen, werden kunstvoll miteinander verwoben. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Theaterspielzeit des Jahres 2006/2007 ist nun vorbei. Da wird es für mich Zeit ein paar Produktionen zu würdigen, die ich bisher aus Zeitgründen noch nicht besprechen konnte. Anfangen möchte ich mit Henrik Ibsens Stück ‘Gespenster‘, in einer Inszenierung der Schaubühne. Den Rest des Beitrags lesen »
Der Apfel ist ein Symbol mit vielen Bedeutungen. Daher ist diese Frucht in dem neuen Stück von Marius von Mayenburg die wichtigste Requisite. In dem Stück ‘Der Häßliche‘ an der Schaubühne in Berlin, steht das Spiel mit vielen Identitäten und den unterschiedlichen Symboliken im Vordergrund.
Am Ende bleibt nur die Stille. Völlig verausgabt starrt der namenlose Filmproduzent ins Leere. Er hat alles gegeben, alles auf eine Karte gesetzt. Eine Stunde lang hat er versucht eine Schauspielerin von der Güte seines Projekts zu überzeugen. Ein großer, ein gigantischer Film sollte es werden. Darunter macht er es nicht. Dafür hat der Produzent, mal flüsternd mal schreiend, meist atemlos, aber immer eloquent geworben. Nun gut der Plot vereint alle gängigen Klischees und Ängste in einem Film. Die Angst vor Ausländern, Fremden, Muslimen, dem Terror kommt ebenso vor, wie ein unverhohlen sexistischer Blick auf die Frauen. Ich amüsiere mich sehr über die immer absurder werdende Handlung des zukünftigen Films. Die Schauspielerische Leistung von Jörg Hartmann ist wirklich gelungen. Sehr facettenreich spielt er den Produzenten. Die Leistungen von Simone Kabst als ‘nur’ zuhörende Schauspielerin sind allerdings nicht zu unterschätzen. Ihr Mienenspiel hat mich sogar noch tiefer beeindruckt.
Wer wissen möchte, wie großes Kino zusammengeträumt wird, sollte sich in die Schaubühne begeben. Dort läuft das neueste Stück von Mark Ravenhill: Das Produkt.
Liebe ist nur eine Möglichkeit. Dies ist das Ende des gleichnamigen Theaterstücks von Christoph Nußbaumeder, das zur Zeit an der Berliner Schaubühne aufgeführt wird. Nicht wie in den Liebeskomödien, die zur Weihnachtszeit wieder durch die Kinosäle oder das Wohnzimmer flimmern. Dort ist die Liebe mehr, vielmehr ein goldener Pfad, mit dem Ziel Glückseligkeit. Die Menschen die von diesem Pfad abweichen, kommen in diesen Filmen praktisch nicht vor. Allenfalls am Rande, es sei denn wir befinden uns in einem Woody Allen Film. Ebensowenig kommen andere Außenseiter vor. Den Rest des Beitrags lesen »
Eigentlich passiert nichts. Die Personen auf der Bühne sitzen, stehen, laufen viel herum. Es wird viel geredet, geschrien und gesungen. Dazwischen werden große Pläne, bei einem gutem Glas Wodka geschmiedet. Aber eigentlich passiert nichts. Das Leben findet immer woanders statt und alle wollen da hin. Das Leben auf dem Land ist öd. Selbst Gott scheint immer woanders zu sein. Die Sinnlosigkeit ihres Tuns steht den Menschen ins Gesicht geschrieben. Fragen Sie sich jetzt wo diese schreiende Langeweile stattfindet, kann die Antwort nur lauten: In einem Stück von Anton Pawlowitsch Tschechow. Den Rest des Beitrags lesen »