Heute wie vor dreißig Jahren

13. März 2007

Durch Zufall sind mir heute die alten Null-Nummern der Taz in die Hände gefallen. Es ist schon erstaunlich wie wenig sich die Themen der täglichen Berichterstattung geändert haben. Schon damals wurden über NPD Parteitage, Atomausstieg, atomare Endlager, etc… berichtet. Zum Teil lesen sich die Artikel, wenn man die Namen und direkten Zeitbezüge weglässt, erschreckend aktuell. Wenn ich die alten Zeitungen betrachte, stelle ich mir schon die Frage, inwieweit wir uns überhaupt in einem Entwicklungsprozeß befinden. Damit möchte ich nicht die Diskussion beginnen, ob diese Entwicklung positiv oder negativ ist. Wir kommen nur leider inhaltlich überhaupt nicht vom Fleck.

Faszinierend hingegen ist der Enthusiasmus der in den ersten Ausgaben der taz steckt. Aus dem tiefen Glauben heraus, die Welt ändern zu können, wurde diese Zeitung gegründet. Das hört sich jetzt vielleicht kitschig und überromantisch an. Doch es gibt nichts wichtigeres als eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Dadurch lässt sich die Welt vielleicht ändern. Schlechter wird sie davon aber auch nicht.


Frühling in Berlin

9. März 2007

In der heutigen Redaktionskonferenz wandelten meine Gedanken ein wenig auf abseitigen Pfaden. Alles und jeder war interessanter, als die diskutierenden Zeitungsmacher. Dies wurde noch durch einen wunderschönen Frühlingsmorgen untersützt. Die Menschen in der Rudi-Dutscke-Straße liefen mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck herum, Wie gerne wäre ich einfach mit ihnen mitgelaufen. Doch ich musste in diesem tristen Konferenzraum sitzen, wo gerade über den Aufmacher von morgen gestritten wurde. Ich entschied mich dafür doch lieber noch eine Weile aus dem Fenster zu schauen. Da erblickte ich etwas, das mir Hoffnung auf einen baldigen Frühling gegeben hat. Im gegenüberliegenden Haus, auf einem kleinem Mauervorsprung konnte ich zwei Tauben beim Tanzen beobachten. Das Männchen hat sich aufgeplustert und ist dann in immer enger werdenden Kreisen um das Weibchen rumgehüpft. Fordernd aber gleichzeitig sehr liebevoll haben sich die beiden geneckt. Nur das hier und jetzt schien für das Paar zu zählen. Das war ein wirklich schönes Bild. Gekrönt wurde dieser Tanz mit einem ebenso heftigen wie kurzem Geschlechtsverkehr. Das kurze Schauspiel der Natur nehme ich jetzt mal als Anlass den Frühling auszurufen. Zwei fickende Tauben sind meines Erachtens dafür ein sehr schönes Symbol.


Momente während des Praktikums

8. März 2007

Auch dies sind Momente während eines aufregenden, spannenden, interessanten, arbeitsamen, Praktikums… Denn gerade jetzt habe ich rein gar nichts zu tun. Ich könnte natürlich noch mehr Kaffe trinken, rauchen, Schokolade essen, den Passanten in der Rudi-Dutschke-Str. zuschauen, im Internet surfen oder mich einfach weiter gepflegt langweilen. Zum Glück ist dies der erste Augenblick wo ich nicht weiß was ich so recht tun soll. Also schreibe ich einfach mal was in mein Weblog. Längere Texte lassen leider auf sich warten. Ich tue aber mein möglichstes und hoffe das ich Ende dieser Woche noch etwas ins Netz stellen kann. Bis dahin wünsche ich Euch einen ruhigen Wochenausgang. Bis die Tage…


Taz-Akademie

25. Februar 2007

In der letzten Woche war ich das erste mal bei einem Treffen der Taz-Akademie. Bei diesen Veranstaltungen werden Volontäre und Praktikanten in die Geheimnisse des Zeitungsgeschäfts und die Besonderheiten der Taz eingeführt. Hierbei sollen vor allem Fähigkeiten des journalistischen Handwerks vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem recherchieren, dem redigieren von Texten und anderen Darstellungsformen, der Erläuterung von Interviewtechniken. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen wie die einzelnen Ressorts Themen finden, bewerten und dann die Inhalte gestalten.

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Zeitung, Zeitung, Zeitung…

21. Februar 2007

Ich bin selig. Seit Montag steht mir ein breites Spektrum an deutschsprachigen Tageszeitungen zur Verfügung. Als passionierter Zeitungsleser befinde ich mich derzeit im Himmel. Es ist spannend zu beobachten, wie die gleiche Nachricht von den unterschiedlichen Winkeln betrachtet werden können. Vor allem kann man gut erkennen, wie unterschiedlich die linke, liberale oder konservative Meldungen gewichtet. Über einen längeren Zeitraum bekommt man dann ein Gespür für diese unterschiede. Außerdem ist gut ersichtlich, das Nachrichten von Zeitung zu Zeitung wandern, dort aber ganz unterschiedlich bewertet werden. Mittlerweile ist die Konzentration auf dem Zeitungsmarkt beim täglichen lesen gut zu sehen. Einige Zeitungen gleichen sich in einigen Artikeln doch sehr, besser gesagt bringen die gleichen Artikel. Diese Entwicklung finde ich doch sehr bedenklich.

Genug für heute. Morgen geht’s weiter…


Mein erster Tag

19. Februar 2007

Ab heute werde ich an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über mein Praktikum bei der Taz berichten. Die nächsten vier Wochen werde ich dort im Archiv arbeiten. Mal schauen, ob das Presseleben wirklich so spannend ist…

Meinen heutigen ersten Tag bin ich/habe ich:

- viel herumgelaufen, mit obligatorischem Hände schütteln

- Namen gelernt (sofort wieder vergessen)

- den Weg in so manches Büro gezeigt bekommen (auch wieder vergessen)

- die Intranet Benutzung erklärt bekommen (Paßwort vergessen)

- das Taz-Cafe erkundet

Ansonsten musste ich heute ein wenig in Zeitungsarchiven recherchieren. Damit werde ich mich wohl die nächsten Tage über beschäftigen. Aber morgen früh geht es erst mal in die Redaktionskonferenz. Da bin ich schon gespannt, was die Herren und Damen Journalisten so wichtiges zu bereden haben. Also bis morgen…