13. März 2007
Durch Zufall sind mir heute die alten Null-Nummern der Taz in die Hände gefallen. Es ist schon erstaunlich wie wenig sich die Themen der täglichen Berichterstattung geändert haben. Schon damals wurden über NPD Parteitage, Atomausstieg, atomare Endlager, etc… berichtet. Zum Teil lesen sich die Artikel, wenn man die Namen und direkten Zeitbezüge weglässt, erschreckend aktuell. Wenn ich die alten Zeitungen betrachte, stelle ich mir schon die Frage, inwieweit wir uns überhaupt in einem Entwicklungsprozeß befinden. Damit möchte ich nicht die Diskussion beginnen, ob diese Entwicklung positiv oder negativ ist. Wir kommen nur leider inhaltlich überhaupt nicht vom Fleck.
Faszinierend hingegen ist der Enthusiasmus der in den ersten Ausgaben der taz steckt. Aus dem tiefen Glauben heraus, die Welt ändern zu können, wurde diese Zeitung gegründet. Das hört sich jetzt vielleicht kitschig und überromantisch an. Doch es gibt nichts wichtigeres als eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Dadurch lässt sich die Welt vielleicht ändern. Schlechter wird sie davon aber auch nicht.
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Verfasst von bastyan
25. Februar 2007
In der letzten Woche war ich das erste mal bei einem Treffen der Taz-Akademie. Bei diesen Veranstaltungen werden Volontäre und Praktikanten in die Geheimnisse des Zeitungsgeschäfts und die Besonderheiten der Taz eingeführt. Hierbei sollen vor allem Fähigkeiten des journalistischen Handwerks vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem recherchieren, dem redigieren von Texten und anderen Darstellungsformen, der Erläuterung von Interviewtechniken. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen wie die einzelnen Ressorts Themen finden, bewerten und dann die Inhalte gestalten.
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Verfasst von bastyan
21. Februar 2007
Ich bin selig. Seit Montag steht mir ein breites Spektrum an deutschsprachigen Tageszeitungen zur Verfügung. Als passionierter Zeitungsleser befinde ich mich derzeit im Himmel. Es ist spannend zu beobachten, wie die gleiche Nachricht von den unterschiedlichen Winkeln betrachtet werden können. Vor allem kann man gut erkennen, wie unterschiedlich die linke, liberale oder konservative Meldungen gewichtet. Über einen längeren Zeitraum bekommt man dann ein Gespür für diese unterschiede. Außerdem ist gut ersichtlich, das Nachrichten von Zeitung zu Zeitung wandern, dort aber ganz unterschiedlich bewertet werden. Mittlerweile ist die Konzentration auf dem Zeitungsmarkt beim täglichen lesen gut zu sehen. Einige Zeitungen gleichen sich in einigen Artikeln doch sehr, besser gesagt bringen die gleichen Artikel. Diese Entwicklung finde ich doch sehr bedenklich.
Genug für heute. Morgen geht’s weiter…
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Verfasst von bastyan
19. Februar 2007
Ab heute werde ich an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über mein Praktikum bei der Taz berichten. Die nächsten vier Wochen werde ich dort im Archiv arbeiten. Mal schauen, ob das Presseleben wirklich so spannend ist…
Meinen heutigen ersten Tag bin ich/habe ich:
- viel herumgelaufen, mit obligatorischem Hände schütteln
- Namen gelernt (sofort wieder vergessen)
- den Weg in so manches Büro gezeigt bekommen (auch wieder vergessen)
- die Intranet Benutzung erklärt bekommen (Paßwort vergessen)
- das Taz-Cafe erkundet
Ansonsten musste ich heute ein wenig in Zeitungsarchiven recherchieren. Damit werde ich mich wohl die nächsten Tage über beschäftigen. Aber morgen früh geht es erst mal in die Redaktionskonferenz. Da bin ich schon gespannt, was die Herren und Damen Journalisten so wichtiges zu bereden haben. Also bis morgen…
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Verfasst von bastyan