Der Hund, die Nacht und das Messer

13. Juli 2008

Für nichts gibt es einen Grund; kein Handeln hat eine Konsequenz. Die Fragen nach dem woher und dem wohin sind bedeutungslos. Es gibt nur den Augenblick. Den Rest des Beitrags lesen »


M - Eine Stadt sucht eine Melodie

9. Juli 2008

Wie die Musik ein Theaterprojekt rettet und dem Kritiker eine schlaflose Nacht bereitet. Den Rest des Beitrags lesen »


Penthesilea

7. Juli 2008

Der Kampf der Griechen und der Amazonen ist nicht nur ein Kampf der Geschlechter, sondern vielmehr ein Konflikt der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme. Matriarchat vs. Patriarchat. Die Frauen haben sich der Männer entledigt; sie jagen allein, sie leben allein, sie lieben allein. Nur für die sexuelle Reproduktion sind die Männer noch vonnöten Doch kein Sirenengesang soll die Männer in ihr Verderben locken. Die pure Gewalt soll den Nachwuchs sichern. Nur die Frau, die einen Mann im Kampf besiegt, darf sich von ihm schwängern lassen. In einer Welt in der jegliche Sexualität mit einer solchen Brutalität aufgeladen ist, hat ein zärtliches Liebeswerben keinen Platz. Diese ekstatische Verrohung führt zu einem Kontrollverlust. Küsse und Bisse lassen sich nicht mehr unterscheiden, bzw. das eine führt direkt zum anderen. Sich den Leib des gegenüber anzueignen ist nicht mehr nur metaphorisch gemeint, sondern wird zu einer kannibalischsten Realität.

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Gedanken zum Welttheatertag

8. April 2008

Dies hier ist mein erster richtige Eintrag seit sehr langer Zeit. Und dann handelt es sich auch noch um einen Nachtrag, denn der ‘Internationale Tag des Theaters’ war schon am 27. März. Leider habe ich davon zu spät erfahren, die von mir konsumierte Tagespresse hat nicht mit einer Zeile über dieses Ereignis berichtet. Auch im Netz konnte ich keine Hinweise finden, die mich über Sinn und Zweck dieses Gedenktages hätten aufklären können. Den Rest des Beitrags lesen »


Emilia Galotti

26. Oktober 2007

Die Aufbereitung von Klassikern am Theater ist keine leichte Aufgabe. Die alten Texte von immer neuen Blickwinkeln aus zu betrachten, gehört zu den anspruchsvolleren Theater- oder Regieaufgaben. Dabei soll nicht nur alter Wein in neue Schläuche gefüllt werden. Immer wieder stellen sich Regisseure dieser Prüfung. So auch Michael Thalheimer mit seiner Inszenierung des Stücks ‘Emilia Galotti‘, das zur Zeit am Deutschen Theater zu sehen ist. Den Rest des Beitrags lesen »


Vorschau und Vorfreude

18. Oktober 2007

Ich schreibe zur Zeit an mehreren Artikeln gleichzeitig. Aus diesem Grund gab es hier länger nichts mehr zu lesen. Bitte habt noch ein wenig Geduld. Diese Dinge sind zur Zeit in Arbeit:

Gedanken zum Film ‘Turistas’
‘Die Leiden des jungen Werther’ / Maxim Gorki Theater
Emilia Galotti / Deutsches Theater

Die Darstellung der Gewalt in dem Film ‘Funny Games’

Zur Entschädigung zeige ich Euch ein paar Clips die ich bei Youtube gefunden habe. An der Schaubühne Berlin hat der Regisseur Luc Perceval das Stück ‘Molière‘ inszeniert. Die Textvorlage stammt von Feridun Zaimoglu, Günter Senkel und Luk Perceval.
Am Sonntag werde ich mich persönlich von der Güte dieser Produktion überzeugen können. Ich freue mich schon sehr auf diesen fünfstündigen Marathon.


Tommy

5. Oktober 2007

Die Welt des Theaters ist oftmals ein eigenständiger, komplett auf sich selbst bezogener Ort. Abend für Abend werden Türen zu den verschiedensten Paralleluniversen aufgestoßen, in denen die Zuschauer Zeugen der unterschiedlichsten Geschehnisse werden. Der Moment der Aufführung mag noch so intensiv sein – spätestens wenn die Menschen ihre Mäntel von der Garderobe holen, gewinnt die reale Welt wieder die Oberhand, die Traumwelten verblassen. Es scheint eine unsichtbare Barriere, eine Art Unverträglichkeit zwischen Imagination und Realität zu geben. Nur wenige Aufführungen können diese Wand mit ihrer Kraft und Intensität zerschlagen. Diesen Durchbruch hat bei mir das Stück ‘Tommy‘ geschafft, das am Dienstag seine Premiere an der Schaubühne Berlin feierte. Den Rest des Beitrags lesen »


Die Seele im Russischen Theater

19. September 2007

Über ‘Peter den Großen’ wird folgende Anekdote erzählt. Auf Flottenbesuch in England unterhielt er sich mit der Admiralität. Dabei kam das Gespräch auf das Bestrafen von Seeleuten. Der russische Zar hätte von einer besonders grausamen Methode gehört, dem ‘Kiel holen’, ob man ihm das nicht mal vorführen könne. Die Admiräle sagten, das ginge leider nicht, da es zur Zeit keinen straffälligen Matrosen gäbe. Daraufhin sagte Peter der Große: „Na, dann nehmen sie doch einfach einen von meinen Leuten!“ Den Rest des Beitrags lesen »


Der Kirschgarten

16. September 2007

Endlich hat für mich die Theatersaison 07/08 begonnen. Auch in dieser Spielzeit freue ich mich wieder auf viele, schöne, interessante, anregende, mitunter auch verstörende, aber immer unterhaltsame Theaterabende. Im letzten Jahr war der ‘Sommernachtstraum’ von William Shakespeare das erste von mir besuchte Stück. Heuer sollte es ‘Der Kirschgarten‘ von Anton Tschechow in einer Inszenierung des Deutschen Theaters sein. Den Rest des Beitrags lesen »


Irina Palm

11. September 2007

Die Filme und Theaterstücke des neuen britischen Realismus sind mitunter nur schwer zu ertragen. Anstelle von fröhlichen, jungen Menschen wird der tiefe Schnitt ins Fleisch gezeigt. Es gibt keinerlei Beschwichtigungsversuche. Niemand wendet sich beschämt ab, wenn das Blut zu fließen beginnt. Die Kamera dokumentiert stoisch das Geschehen. Der Film ‘Irina Palm’ ist der neueste Vertreter dieser Gattung. Den Rest des Beitrags lesen »