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	<title>Bastyan &#187; Deutsches Theater Berlin</title>
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		<title>Bastyan &#187; Deutsches Theater Berlin</title>
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		<title>Die Möwe &#8211; Bühne (Update)</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 12:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bastyan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern abend war ich im Deutschen Theater, um mir Tschechows Stück &#8216;Die Möwe&#8217; in der Inszenierung von Jürgen Gosch anzuschauen. Ich habe schon einen kurzen Eintrag zu der Bühnenproblematik verfasst. Meine Gedanken sind sortiert, jetzt probiere ich das Ganze noch mal. Diesmal auch ohne Whisky&#8230;
Mein Problem mit der Bühnenkonstruktion  ist von ganz grundlegender Natur. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bastyan.wordpress.com&blog=405325&post=280&subd=bastyan&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Gestern abend war ich im Deutschen Theater, um mir Tschechows Stück &#8216;Die Möwe&#8217; in der Inszenierung von Jürgen Gosch anzuschauen. Ich habe schon einen kurzen Eintrag zu der Bühnenproblematik verfasst. Meine Gedanken sind sortiert, jetzt probiere ich das Ganze noch mal. Diesmal auch ohne Whisky&#8230;<span id="more-280"></span><br />
Mein Problem mit der Bühnenkonstruktion  ist von ganz grundlegender Natur. Grundsätzlich ist ein Theater ein Raum, der ganz und gar auf seine Funktion zugeschnitten ist: Vorne auf der Bühne wird gespielt, im Publikum sitzen Menschen die hören und schauen zu. Um diese in erster Linie einseitige Kommunikation optimal zu gewährleisten, wird ein Theater auf eine bestimmte Weise entworfen. Innerhalb gewisser Grenzen, kann man den Theaterraum in seiner Gänze nutzen. Es ist aber nicht möglich, in einem Theater die Sichtachsen ohne Folgen zu verschieben. Im Klartext heißt das, wenn ich die Bühne zehn Meter in den Zuschauerraum hineinragen lasse, muss ich damit rechnen, das die Zuschauer auf den Rängen teilweise nur eingeschränkt sehen können. Dies gilt es beim Bühnenbau zu bedenken! Im Zweifelsfall sollten die künstlerischen Ambitionen auch mal nach Hinten geschoben werden. Eine gründliche Abwägung der verschieden Interessen ist aber auf alle Fälle vonnöten.<br />
Ein Theater sollte nicht nur auf den einmaligen Besuch der Menschen aus sein. Vielmehr sollte das Publikum dauerhaft an ein Haus gebunden werden. Damit könnte einher gehen, das sich das Theater wieder als eine gesellschaftliche Institution etablieren kann. Das heißt aber auch, wenn ich 21€ für eine Karte bezahle, möchte ich mehr sehen können als nur 1/3 der Bühne. Wenn ich glauben würde, dass der gestrige Abend in Sachen Sichtqualität  die Normalität ist, würde ich nicht wiederkommen.<br />
Bei einer solchen Mißachtung des Publikums verkommt das Theater zu einem luftleeren Raum. Vorne auf der Bühne spielen irgendwo die Schauspieler irgendwas, aber keiner kann es sehen. Klar, vielleicht hänge ich das Problem auch einfach zu hoch!?! Doch eigentlich läuft hier alles auf die &#8216;Elitenfrage&#8217; hinaus: Für wen wird eine solche Veranstaltung eigentlich geplant? Für die breiten Massen offenbar nicht mehr. Dieser, mit der Inszenierung am Deutschen Theater, eingeschlagene Weg führt dazu, dass in Zukunft nur noch das Bildungsbürgertum, dem russischen Landadel in seiner Langeweile zuschaut. Wohl bekommt&#8217;s!</p>
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		<title>Die Möwe &#8211; Bühne</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 22:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bastyan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich komme gerade aus dem Deutschen Theater, sitze nun zuhause und trinke einen Whisky. Zum ersten mal seit langem bin ich, was das Theater betrifft, sprachlos. Es war ein tolles Stück, super Schauspieler und eine tolle Bühne. Doch für 21€ die Karte erwarte ich, das ich mehr als 1/3 davon zu Gesicht bekomme. Es ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bastyan.wordpress.com&blog=405325&post=276&subd=bastyan&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich komme gerade aus dem Deutschen Theater, sitze nun zuhause und trinke einen Whisky. Zum ersten mal seit langem bin ich, was das Theater betrifft, sprachlos. Es war ein tolles Stück, super Schauspieler und eine tolle Bühne. Doch für 21€ die Karte erwarte ich, das ich mehr als 1/3 davon zu Gesicht bekomme. Es ist ja eine tolle Idee, die Spielfläche in den Zuschauerraum hineinragen zu lassen. Man sollte dann aber bedenken, das die Leute auf den Rängen, dann nicht mehr viel sehen können. Da hat sich jemand künstlerisch voll ausgetobt.<br />
Na ja, der Alkohol kommt so langsam in meinem Blut an. Das scheint mich wohl milde zu stimmen. Bis auf die einegschränkte Sicht, war es einfach mal eine grandiose Inszenierung! Mehr davon gibt&#8217;s dann morgen&#8230;</p>
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		<title>Emilia Galotti</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bastyan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Theater Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Theaterkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aufbereitung von Klassikern am Theater ist keine leichte Aufgabe. Die alten Texte von immer neuen Blickwinkeln aus zu betrachten, gehört zu den anspruchsvolleren Theater- oder Regieaufgaben. Dabei soll nicht nur alter Wein in neue Schläuche gefüllt werden. Immer wieder stellen sich Regisseure dieser Prüfung. So auch Michael Thalheimer mit seiner Inszenierung des Stücks &#8216;Emilia [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bastyan.wordpress.com&blog=405325&post=131&subd=bastyan&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Aufbereitung von Klassikern am Theater ist keine leichte Aufgabe. Die alten Texte von immer neuen Blickwinkeln aus zu betrachten, gehört zu den anspruchsvolleren Theater- oder Regieaufgaben. Dabei soll nicht nur alter Wein in neue Schläuche gefüllt werden. Immer wieder stellen sich Regisseure dieser Prüfung. So auch Michael Thalheimer mit seiner Inszenierung des Stücks &#8216;<a href="http://www.deutschestheater.de/programm/stuecke/repertoire_detail.php?sid=23" target="_blank">Emilia Galotti</a>&#8216;, das zur Zeit am Deutschen Theater zu sehen ist.<span id="more-131"></span><br />
Der von Thalheimer gewählte Ansatz ist sehr spektakulär. Einen Klassiker in 90 Minuten zu erzählen, scheint auf den ersten Blick eine nicht zu meisternde Aufgabe zu sein. Doch wenn man sich auf das Experiment einlässt, entfaltet die rasante Vortragsweise schnell ihre wohltuende Wirkung. Nur eine Essenz ist von den Szenen und Dialogen übrig geblieben.  Diese wurden aber mit knappen Gesten in hochkonzentrierter Dosis und immer punktgenau  vorgetragen. So mancherlei Beiwerk wurde einfach beiseite gelassen. So zeigt sich das Stück in einem schmucklosen, sehr funktionalem Kleid. Die einzelnen Handlungsstränge werden nur sehr rudimentär dargestellt. Der textunkundige Zuschauer wird nur mit Mühen den knapp angedeuteten Verwicklungen der Personen folgen können.<br />
Hier offenbart sich eine Problematik, die jeder Interpretation zugrunde liegt: Durch Kürzungs- und Verfremdungseffekte soll versucht werden, eine bekannte Geschichte in einem anderen Licht zu betrachten. Diese Veränderungen lassen sich aber nur vermitteln, wenn der Stoff dem Publikum ausreichend bekannt ist. Ohne ausreichende Textkenntnis ist der Zuschauer hier verloren. Die Möglichkeiten die Einfälle der Regie zu würdigen, sind dann stark eingeschränkt. Ein Abgleich zwischen Originaltext und Interpretation ist nicht möglich. Auf der Bühne ist nun ein mehr oder minder verständliches Fragment zu sehen, dessen einzelne Teile nicht zu einem Gesamten verbunden werden können. Das &#8216;Zusammenkleben&#8217; der einzelnen Teile ist im Kopf zwar möglich, doch die Verständnisklippen, die sich hier auftürmen, sind oft steil und scharfkantig, so dass die meisten Theaterbesucher irgendwann während der Aufführung Schiffbruch erleiden. Nur durch eine Kenntnis des Originaltextes lässt sich diese Problematik umgehen.<br />
Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang geradezu aufdrängt, lautet: Wieviel Vorarbeit kann dem Publikum abverlangt werden und wieviel Arbeit ist jeder einzelne Theaterbesucher bereit, in eine gelungene Vorstellung zu investieren? Diese Fragestellung stellt beide Seiten vor ein nicht einfach zu lösendes Problem. <em>Theatermacher</em> müssen ihre Inszenierungen so konzipieren, dass sie vom Publikum bewältigt werden können. Dabei laufen sie aber Gefahr, ihr Publikum einer strukturellen Unterforderung auszusetzen. <em>Zuschauer</em> wiederum müssen bereit sein, den Text für eine Aufführung zu lesen. Nur durch diese Vorarbeiten und dem Einfühlungsvermögen des Regisseurs in sein Publikum, lassen sich gelungene Veranstaltungen kreieren.<br />
Nicht jeder muss sich en détail in der Literatur auskennen, ein Blick in den Text vor der Vorstellung schadet aber nicht. Meiner Erfahrung nach erleichtert es das Verständnis der Vorgänge auf der Bühne ungemein. Die Ideen der Dramaturgen, Schauspieler, Regisseure lassen sich so viel besser einschätzen. Schlechte Regieeinfällen kann ich profunder von guten unterscheiden. Außerdem ist der Lustfaktor viel höher, wenn man sich intellektuell mit einem Thema auseinandersetzen kann.</p>
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		<title>Der Kirschgarten</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 09:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bastyan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Theater Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich hat für mich die Theatersaison 07/08 begonnen. Auch in dieser Spielzeit freue ich mich wieder auf viele, schöne, interessante, anregende, mitunter auch verstörende, aber immer unterhaltsame Theaterabende. Im letzten Jahr war der &#8216;Sommernachtstraum&#8217; von William Shakespeare das erste von mir besuchte Stück. Heuer sollte es &#8216;Der Kirschgarten&#8216; von Anton Tschechow in einer Inszenierung des [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bastyan.wordpress.com&blog=405325&post=117&subd=bastyan&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Endlich hat für mich die Theatersaison 07/08 begonnen. Auch in dieser Spielzeit freue ich mich wieder auf viele, schöne, interessante, anregende, mitunter auch verstörende, aber immer unterhaltsame Theaterabende. Im letzten Jahr war der &#8216;Sommernachtstraum&#8217; von William Shakespeare das erste von mir besuchte Stück. Heuer sollte es &#8216;<a href="http://www.deutschestheater.de/programm/stuecke/repertoire_detail.php?sid=644" target="_blank">Der Kirschgarten</a>&#8216; von Anton Tschechow in einer Inszenierung des Deutschen Theaters sein.<span id="more-117"></span><br />
Ein Zauberspiegel soll auf Anfrage ein bestimmtes Abbild der Realität zeigen. Das Gezeigte wird solange als wahr und gut anerkannt, wie der Spiegel die gewünschte Antwort liefert. Mißfallen – vielleicht sogar Entsetzen entsteht – wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht. In diesem Fall müsste die Realität den eigenen Vorstellungen angepasst werden. Manche Dinge erscheinen in dem reflektierenden Glas ein wenig verzerrt. Bei anderen wird der Eindruck erweckt, sie seien in Ort und Zeit verschoben. Nicht immer kann man sich auf das Abbild verlassen, das einem der Zauberspiegel gibt. Die gezeigten Bilder suggerieren aber Ruhe, vielleicht sogar Sicherheit.<br />
Diese von mir beschriebenen Eigenschaften sind nicht die eines bestimmten Spiegels. Vielmehr handelt es sich um mögliche Attribute, die ein Zauberspiegel einnehmen kann. In der Form eines Konstrukts erfüllt der Kirschgarten in Tschechows gleichnamigem Stück eine ähnliche Funktion. Obwohl der Garten selbst im Verborgenen bleibt, sehen die Charaktere alle etwas unterschiedliches in ihm.<br />
Für Ljubow Andrejewna, eine der Hauptfiguren, ist der Kirschgarten ein Symbol für die Vergangenheit, einer Zeit der ruhigen, unschuldigen Kindheit. Zugleich ist dieser Hort der Sicherheit ein Gefängnis für sie geworden. Den Tod ihres Kindes und den schleichenden finanziellen Ruin konnte sie nie verwinden. Der befreiende Schritt in die Freiheit ist für Ljubow Andrejewna unmöglich geworden. Die Vergangenheit hängt schwer an ihrem Hals.<br />
Für Lopachin hingegen ist der Blick in den Kirschgarten ein Blick in die Zukunft. Statt Kirschblüten sieht er blühende Geschäfte mit verpachtetem Grund und Boden. Die Vergangenheit soll nicht konserviert, sondern ausgelöscht werden, um sie dann in einen möglichst maximalen Profit zu verwandeln.<br />
Beide Beispiele verdeutlichen, das ihre Vorstellungen und Wünsche an den Kirschgarten sehr unterschiedlich sind. Er ist ein Symbol – ich nenne es einen Zauberspiegel – der jedem, der hineinsieht, etwas anderes zeigt. Doch oftmals verzerrt sich der Blick und wird von den eigenen Wünschen und Begierden getrübt. Dinge und Personen scheinen aus der Vergangenheit aufzutauchen. So sieht Ljubow Andrejewna, wie ihre tote Mutter zwischen den Kirschbäumen spazieren geht. Zukunft und Vergangenheit werden in dem Stück konstant vermischt.<br />
Unfähig zu handeln sind die Menschen an diesen Garten mit seinem Gut gekettet. Das zum Schluss alles verkauft wird, ist aber kein hoffnungsloses, trauriges Ende. Vielmehr können alle befreit aufatmen. Der Weg in eine neue unbelastete Zukunft ist geebnet. Nur Lopachin hat sich mit seinem &#8216;Datschenprojekt&#8217; einen &#8216;eigenen&#8217; Kirschgarten geschaffen.</p>
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		<title>Die Physiker</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2007 17:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bastyan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Theater Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich viele unterschiedliche Inszenierungen von Theaterstücken anschaut, bekommt leider auch viel verrücktes Zeug zu sehen. Es wurde kein beschaulicher Klassikerabend im Deutschen Theater. Auch wenn das &#8216;Die Physiker&#8216; von Friedrich Dürrenmatt eher vermuten ließen.
Beim ersten Blick auf die Bühne, denke ich nur „Scheiße, ich habe mich im Deutschen Theater verlaufen, sitze nun im falschen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bastyan.wordpress.com&blog=405325&post=64&subd=bastyan&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wer sich viele unterschiedliche Inszenierungen von Theaterstücken anschaut, bekommt leider auch viel verrücktes Zeug zu sehen. Es wurde kein beschaulicher Klassikerabend im Deutschen Theater. Auch wenn das &#8216;<a href="http://www.deutschestheater.de/programm/stuecke/repertoire_detail.php?sid=489" target="_blank">Die Physiker</a>&#8216; von Friedrich Dürrenmatt eher vermuten ließen.<span id="more-64"></span><br />
Beim ersten Blick auf die Bühne, denke ich nur „Scheiße, ich habe mich im Deutschen Theater verlaufen, sitze nun im falschen Saal und schaue mir das falsche Stück an!“. Die Dekorationen ist schlecht von der Serie &#8216;Raumpatrouille Orion&#8217; geklaut. Alles in schön schrill bunten Farben angemalt.<br />
Im Vordergrund kann kann ich das Irrenhaus sehen. Es liegt nicht in einer Villa, sondern in einer unterirdischen Bunkeranlage(!). Im Hintergrund liegt die malerische Schweizer Bergwelt. Bunte Blumen blühen auf saftig grünem Rasen. Eine Kuh träumt im Gras. Irgendwer wird sich schon was dabei gedacht haben, das auch unter der Erde Gras wächst und Blumen blühen. Ich werde mal nicht so kleinlich sein. Spielt wahrscheinlich eh irgendwo in der Zukunft.<br />
Der Aufbau ist aber so verwirrend, das er von dem Stück doch sehr stark ablenkt. Überall blinkt, rattert, knattert und raucht es. Die Physiker kommen mit schaukelnden Fahrstühlen aus dem Boden gefahren, oder verschwinden plötzlich wieder darin. Auf einer riesigen Projektionsfläche für Videoinstallationen laufen Filme ohne inhaltlichen Bezug ab.<br />
Das ganze macht keinen Sinn, ließe sich aber noch ertragen. Am schlimmsten sind aber die Pop Art Requisiten, die durch das ganze Stück fliegen. Warum sitzen die Schauspieler auf Plastikstühlen mit Kuhfleckenmuster? Was soll dieser ganze Unsinn? Vor allem wenn es nichts mit dem Stück zu tun hat.<br />
Am Ende bleibt dann nur die Frage: Hat&#8217;s auch eine Geschichte gegeben? Ja, hat es. Die ist in dem ganzen Klimbim aber komplett untergegangen. Leider.</p>
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		<title>Die Perser</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Nov 2006 20:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bastyan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Theater Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Wintersemester besuche in an dem Institut für Sozialwissenschaften die Vorlesung Theorie und Geschichte des Krieges. Hier werden theoretische Konzeptionen im geschichtlichen Abriß vorgestellt und erläutert.
Dem Thema des Krieges kann man sich aber auf sehr unterschiedliche Weise nähern. Ganze Bibliotheken wurden mit Werken der Prosa, Lyrik und Dramatik gefüllt. Die Künstler haben versucht das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bastyan.wordpress.com&blog=405325&post=21&subd=bastyan&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In diesem Wintersemester besuche in an dem Institut für Sozialwissenschaften die Vorlesung <a href="http://www2.hu-berlin.de/TheoriePol/Lehre_aktuell/Lehre_aktuell_WS06_07.htm" target="_blank">Theorie und Geschichte des Krieges</a>. Hier werden theoretische Konzeptionen im geschichtlichen Abriß vorgestellt und erläutert.<br />
Dem Thema des Krieges kann man sich aber auf sehr unterschiedliche Weise nähern. Ganze Bibliotheken wurden mit Werken der Prosa, Lyrik und Dramatik gefüllt. Die Künstler haben versucht das Grauen des Krieges abzubilden und die Musiker haben das mannigfaltige Leid besungen. Das Deutsche Theater hat zu diesem Thema in der aktuellen Spielzeit auch etwas zu bieten. Es wird das Stück <a href="http://www.deutschestheater.de/programm/stuecke/repertoire_detail.php?sid=748" target="_blank">&#8216;Die Perser&#8217;</a> von Aischylos , unter der Regie von Dimiter Gotscheff , aufgeführt.<span id="more-21"></span></p>
<p>In dem Stück &#8216;Die Perser&#8217; wird der Moment beschrieben, in dem die Heimat die Nachricht von der Niederlage der Perser gegen die Griechen durch einen Boten mitgeteilt bekommt. Die Verarbeitung dieser Botschaft, durch Gefühle der Trauer, der Ohnmacht und der Wut ist Hauptbestandteil des Stückes.<br />
Den Stärksten Moment bietet der Anfang. Die Bühne ist hell erleuchtet, in deren Mitte eine riesige bewegliche Mauer steht. Zwei Männer treten auf. Nun beginnt ein pantomimisches Spiel. Zwei Staatsmänner beim obligatorischen Hände schütteln. Gezwungenes Lachen. Danach treten die beiden wieder, jeder in seine Hälfte,  zurück an die Mauer. Ein Versehen führt zu eine Grenzverletzung. Daraus entwickelt sich eine Situation, wo beide nicht mehr agieren können, sondern nur noch reagieren. Hier ist schon ersichtlich das eine Partei diese Kampf nicht überleben wird.<br />
Nach dieser anfänglichen Szene, wird in Rückblenden erzählt, wie es zu dem Kampf zwischen den Griechen und den Persern gekommen ist und warum die Perser ihn verloren haben. Der Krieg wird keineswegs als heroische Tat dargestellt, sondern vor allem als etwas das viel Leid und viele Opfer mit sich bringt.<br />
Am Ende des Stückes kommt es meiner Ansicht zu einer weiteren sehr starken Szene. Xerxes der Anführer kehrt aus der verlorenen Schlacht heim. Zum Ende seines Berichts beklagt er lautstark das Leid das über sein Volk gekommen ist. Nur aus diesen Klagelauten kann etwas neues beginnen. Nur durch die Trauer sind die Perser in der Lage das Geschehene zu verarbeiten.<br />
Nach anderthalb Stunden wurden wir mit den Worten „Geht jetzt.“ und dem mahnenden Beiwort „Leise“ aus dem Theater hinauskomplimentiert. Die laute, wilde Trauer war vorbei. Nun sollten wir bei der leisen, gedankenvollen Trauer nicht mehr stören.</p>
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