Die Wolken hängen niedrig, dunkel und irgendwie bedrohlich über der Stadt. Es ist kurz nach Sonnenaufgang. Der Horizont lodert schon in roten Farben, vor dessen Hintergrund sich die tiefschwarzen Wolken kontrastreich abheben. Ich sitze in einem Vorortzug. Mein Weg wird mich direkt in diesen Sturm hineinführen. Schon fegen die ersten Windböen über die Erde hinweg. Mit jeder Sekunde wird die Welt um mich herum dunkler. Plötzlich scheint der Zug langsamer zu werden, fährt nur noch Schrittempo, hält schließlich ganz an. Aus dem Fenster heraus kann ich eine rote Signalleuchte sehen. Dann kommt der Regen. Heftig prasselt er herab. Der Wind peitscht ganze Regenfontänen gegen die Scheibe, die dann in Sturzbächen an ihr hinablaufen. Durch den starken Regen verschwimmt die Umwelt zu einem grauen Brei. Nur das rote Licht der Signalleuchte bricht sich in aberhundert Facetten. Genau in diesem Moment ertönt aus meinem Kopfhörer die traurig, melancholische Stimme von Jimi Hendrix, der voller Hoffnung und Zuversicht vom Leben singt. Draußen tobt die Natur, in meinem Kopf die Musik. So traurig schön kann das Leben sein.
Will I live tomorrow?
Well I just can’t say.
Will I live tomorrow?
Well, I just can’t say.But I know for sure
I Don’t Live Today.
Verfasst von bastyan 
Verfasst von bastyan
Verfasst von bastyan 

